Modellprojekt Tempo-30 Zonen

Chancen und Nutzen von Tempo-30 Zonen gemeinsam aufzeigen

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Herzlichen Glückwunsch Leonberg und Idstein

Modellkommunen für unser Projekt "Chancen & Nutzen von Tempo-30 Zonen aufzeigen" stehen fest

Wir freuen uns bekannt geben zu können, dass wir ab sofort mit den beiden Städten Leonberg und Idstein in die Umsetzung unseres Projektes "Chancen & Nutzen von Tempo-30 Zonen aufzeigen" einsteigen werden.


Unserem Projektaufruf sind knapp 30 Kommunen gefolgt. Leonberg und Idstein konnten sich dabei sowohl mit ihren sehr repräsentativen Konstellationen als auch innovativen Ansätzen gegen eine Vielzahl von Bewerberkommunen durchsetzen.


Nebendem wir von der Vielzahl und Vielfalt von Bewerbungen freudig überrascht wurden, hat es uns letztlich die Entscheidungsfindung äußerst erschwert. Denn auch viele der anderen Kommunen haben spannende Ergebnisse und Erkenntnisse zur Unterstützung der Initiative "Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten" versprochen.


Daher auch an dieser Stelle:

Ein Herzliches Dankeschön an alle Kommunen, die sich die Zeit genommen haben, mit uns über mögliche Projektkonstellationen zu sprechen und uns Einblicke in ihre gegenwärtige Situation gewährt haben. Wir hoffen mit dem Projekt auch die Interessen all dieser Kommunen bestmöglich abbilden und unterstützen zu können.

Nächste Schritte

Innerhalb der nächsten Wochen werden wir mit Leonberg und Idstein das Projekt umsetzen. Dabei werden zunächst mutlimodale mikroskopische Verkehrsmodelle erzeugt und validiert. Anschließend werden in enger Zusammenarbeit mit den Projektverantwortlichen und weiteren Stakeholdern Szenarien zur Einführung von Geschwindigkeitszonen definiert und in den validierten Modellen abgebildet. Sofern zielführend, werden dabei auch bereits bestehende weitere verkehrsplanerische und -steuernde Maßnahmen berücksichtigt, um ein ganzheitliches Bild des zukünftigen Verkehrs im Modell zu realisieren.


Abschließend werden die Szenarien mikroskopisch simuliert und mit dem Referenzfall verglichen, um daten- und evidenzbasierte Aussagen zu den Effekten der Einführung von Geschwindigkeitszonen treffen zu können.

Die Ergebnisse

Im Rahmen der Modellprojekte wird geprüft, analysiert und aufgezeigt, welche Effekte die Einführung von Tempo-Zonen auf den Verkehr haben. Auf diese Weise werden die mikroskopischen Simulationen unter anderem Antworten bzgl. der folgenden Implikationen liefern:

  • Reduktion von Stauzeiten und Veränderung von Reisezeiten & Verkehrsfluss
  • Verringerung von Schadstoff- & Lärmemissionen
  • Steigerung der Verkehrssicherheit

Städte und Gemeinden jeder Größe, die Verkehr und Mobilität effektiv planen und optimieren möchten, können die Projektergebnisse als Basis für Entscheidungen nutzen.

Hintergrund und Motivation

Welche Effekte hat die Einführung von Geschwindigkeitszonen auf die lebenswerte Stadt von Morgen? Welche Chancen und welcher Nutzen kann durch entsprechende Maßnahmen realisiert werden? Das von uns initiierte Projekt „Chancen & Nutzen von Tempo-30 Zonen aufzeigen“ widmet sich diesen Fragen. In den kommenden Monaten werden wir in Zusammenarbeit mit den zwei Modellkommunen Leonberg und Idstein modellbasiert untersuchen, wie sich die Einführung von Geschwindigkeitszonen auf Reisezeitveränderungen, Lärm- und Schadstoffemissionen sowie Verkehrssicherheit auswirkt.


Mit dem Projekt und den Erkenntnissen unterstützen wir die Bestrebungen und Ziele der Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“. Die Initiative besteht mittlerweile aus mehr als 260 teilnehmenden Kommunen und setzt sich dafür ein, die Entscheidungshoheit bzgl. der Einführung von Geschwindigkeitszonen in die Hoheit der betroffenen Städte und Kommunen zu verlagern. Denn vielfach sind Städten und Kommunen hier enge Grenzen gesetzt und finale Entscheidung werden an anderer Stelle getroffen. Nach Ansicht der Vertreter der Initiative sollten Kommunen Geschwindigkeitszonen dort schaffen dürfen, wo sie es für notwendig erachten. Nach jetzigem Stand der Straßenverkehrsordnung ist dies nur bei konkreten Gefährdungen bzw. vor sozialen Einrichtungen wie z.B. Kindergärten, Schulen oder Altenheimen möglich.


Wir teilen die Interessen und Ziele der Initiative und wollen mit unserem Projekt dazu beitragen, dass kommunale Entscheidungsträger verkehrliche Effekte von Tempo-Zonen aufzeigen und bewerten können. Damit werden Kommunen befähigt, entsprechende Diskussionen mit anderen Entscheidungsträgern sowie Bürgerinnen und Bürgern daten- und evidenzbasiert zu begleiten.


Für die Durchführung des Projektes kommt unsere innovative und neu entwickelte Softwarelösung „strazoon Planning Solutions“ zum Einsatz. Hiermit werden auf Basis offener Verkehrs-, Mobilitäts- und Strukturdaten sowie aktueller Verkehrsdaten der Modellstädte innerhalb weniger Tage multimodale Verkehrsmodelle erzeugt und validiert. Anschließend werden auf Basis der Modelle und in enger Zusammenarbeit mit den Modellkommunen verschiedene Szenarien generiert, die die Einführung der Geschwindigkeitszonen in der Kommune abbilden. Durch mikroskopische Simulationen der Szenarien lassen sich dann die verkehrlichen Effekte analysieren und aufzeigen.


Zur Teilnahme an dem Projekt haben wir Anfang Juli aufgerufen und dabei bekanntgegeben, zwei Modellkommunen die modellbasierte Analyse von Effekten der Einführung von Geschwindigkeitszonen anzubieten. Dem Aufruf zur Bewerbung sind eine Vielzahl und Vielfalt von Städten und Kommunen gefolgt. In der finalen Auswahlphase haben sich dabei die beiden Städte Leonberg in Baden-Württemberg und Idstein in Hessen durchgesetzt.

Interesse geweckt?

Die Umsetzung ist zwischen August und Oktober 2022 geplant und wird wissenschaftlich begleitet.


Tragen Sie sich jetzt ein, um die Ergebnisse nach dem Projektabschluss zu erhalten.


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